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Wohngebiete im Generationenwechsel

Kommunale Handlungskonzepte im Dialog erarbeiten

Immer mehr Kommunen nehmen sich vor, ressortübergreifend und im Dialog mit Wohnungsmarktakteuren spezifische Konzepte zum Thema Wohnen zu erarbeiten. Viele unterschiedliche Akteure bestimmen letztlich mit, ob das Wohnen in einer Stadt teilräumlich funktioniert – und wie sich abzeichnende Probleme gelöst werden können. Erfolg versprechende Lösungen kann kaum ein Marktteilnehmer für sich allein umsetzen, das illustriert folgendes Spektrum beispielhafter Aufgaben:

  • Wie geht man mit Wohnraumbeständen um, die modernen Ansprüchen an das Wohnen nicht mehr genügen (zum Beispiel mit Blick auf die Grundrisse, die energetischen Standards oder das Wohnumfeld und die Versorgungsstrukturen im Quartier)?
  • Was ist bei den ersten Anzeichen negativer Entwicklungen für einzelne Quartiere zu tun, um Domino-Effekte zu vermeiden? Wie lassen sich in die Jahre gekommene (Eigenheim-)Gebiete fit für den Generationswechsel machen, quasi demografiefest?
  • Wie lässt sich gegensteuern, wenn einzelne Nachfragegruppen keinen passenden Wohnraum finden können? Wie viel Neubau vertragen (schrumpfende) Städte?

Das „Wohnen“ ist schon seit vielen Jahren ein Thema bei IKU. War es früher in der Regel eingebettet in gesamtstädtische Planungsprozesse, wird es heutzutage fokussierter behandelt. Das Dortmunder Büro Schulten Stadt- und Raumentwicklung (SSR) begleitet Kommunen zum Beispiel fachlich dabei, Wohnungsmarktdaten zu analysieren und Handlungserfordernisse abzuleiten. Die Zusammenarbeit mit IKU ist eingespielt, wenn es darum geht, in Workshops über wohnungs- und stadtentwicklungspolitische Ziele und Maßnahmen zu diskutieren. Das Handlungskonzept Wohnen in Gütersloh, der Dialogprozess „Wohnen in Sundern“ oder jüngst das Spezialthema „Universitäres Wohnen“ für den Hochschulstandort Bochum sind Beispiele dafür.

Es lohnt sich, neben Politik und Verwaltung weitere Perspektiven einzubinden. Ob lokale Wohnungsgesellschaften, Geldinstitute, Projektentwickler oder Verbände und Vereine – die Verantwortung für Bestandsmodernisierung, Wohnumfeldaufwertung, Abriss und Neubau lässt sich dann auf verschiedenen Schultern verteilen.

Ansprechpartnerin ist Petra Voßebürger

Fotos: Dirk Rose / ssr