Projekt Beschreibung

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Nachbarschaftdialog zur Ölmühle und zur Biodieselanlage

Louis Dreyfus Commodities betreibt in der Lutherstadt Wittenberg seit 2009 eine der größten Biodieselanlagen Deutschlands. Jährlich stellt das Unternehmen 200.000 Tonnen Bio-Diesel her. Ausgangsprodukt sind Rapssamen, die in einer Mühle zum Vorprodukt Rapsöl gepresst werden. Anwohner beklagen immer wieder auftretende Geruchsbelästigungen. Obwohl das Unternehmen die Anlage mit hohem finanziellem Aufwand mit moderner Filtertechnik ausgerüstet hat, gibt es weiterhin Gerüche und Beschwerden.

Belästigungen durch Gerüche sind ein besonders sensibles Thema, da die individuelle Wahrnehmung kaum durch Messdaten objektivierbar ist. Louis Dreyfus Commodities ist mit unserer Unterstützung auf die Nachbarn zugegangen. Im Fokus auf einem Weg zu guter Nachbarschaft stehen transparente Informationen über die Produktionsabläufe und technischen Hintergründe sowie der Austausch über weitere Verbesserungsmöglichkeiten an der Geruchssituation.

IKU hat mit Personen in unterschiedlichen Funktionen und Hintergründen in Lutherstadt Wittenberg Gespräche geführt, um deren Einschätzungen und Positionen zum Biodieselwerk mit der Ölsaatenmühle besser kennenzulernen. Die Ergebnisse der Interessenanalyse haben wir in einem Bericht zusammengefasst und den Gesprächspartnern vor Ort gemeinsam präsentiert. Unsere Vorschläge für weitere Maßnahmen für einen „Weg zu guter Nachbarschaft“ haben dort weitgehende Zustimmung erhalten.

Ansprechpartner ist Dr. Frank Claus