Projekt Beschreibung

IKU moderiert Auftakt zur Fachkonferenz Teilgebiete der Endlagersuche

Seit der Veröffentlichung des Zwischenberichtes Teilgebiete durch die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE mbH) ist die Landkarte Deutschlands nicht mehr länger weiß sondern bunt. Laut Bericht sind 54 % der Fläche Deutschlands unter geologischen Gesichtspunkten geeignete Endlagerstätte für hochradioaktiven Atommüll. Es geht dabei vorrangig um das Vorkommen der Wirtsgesteine Ton, Salz und Kristallin. Einzig ausgeschlossen wurden bislang der Salzstock Gorleben und das Saarland, das als einziges Bundesland komplett aus dem Standortauswahlverfahren ausgeschieden ist. Der Zwischenbericht nennt aber keine konkreten Standorte zur weiteren Untersuchung. Dies ist erst in einem weiteren Schritt mit weiteren Beteiligungsmöglichkeiten (Regionalkonferenzen, Rat der Regionen, Stellungnahmeverfahren und Erörterungstermine) geplant.

Das Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE), das die Öffentlichkeitsbeteilung bei der Endlagersuche organisiert, möchte bereits zu einem frühen Zeitpunkt möglichst viele Interessierte in die Standortsuche einbinden. IKU_DIE DIALOGGESTALTER wurden damit beauftragt, ein Konzept für die Auftaktveranstaltung zu entwickeln und umzusetzen.

Auftaktveranstaltung

Die Fachkonferenz begann am 17./18. Oktober 2020 mit einer Auftaktveranstaltung, die aufgrund gesundheitlicher Risiken durch die Corona-Pandemie im Internet mittels Webanwendung stattgefunden hat. Diese Auftaktveranstaltung fand zusätzlich zu den drei gesetzlich vorgesehenen Terminen der Fachkonferenz statt. An beiden Tagen beteiligten sich rund 500 Teilnehmende. Es wurden 10 Meinungsbilder erstellt, 12 Personen wurden in die Vorbereitungsgruppe gewählt. Insgesamt äußerten die Teilnehmenden 1.100 Fragen, Hinweise, Lob und Kritik. Über 16 Stunden lang lief der Stream über das Konferenz-Tool sowie über den YouTube-Kanal des BASE.

Ziel des Auftakts war es, eine einheitliche Informationsgrundlage für alle Teilnehmenden zu schaffen. Im Standortauswahlgesetz steht, dass sich die Konferenz selbst organisieren muss. Ein ähnliches Beteiligungsformat gibt es bisher noch nicht. Deshalb ging es auf der Auftaktveranstaltung neben der Vorstellung des Zwischenberichtes auch um die Frage einer Arbeitsgrundlage der Konferenz

Nach der Auftaktveranstaltung berät die Fachkonferenz an drei Terminen (Februar, April und Juni 2021) über die Zwischenergebnisse der Bundesgesellschaft für Endlagerung mbH.

Das Standortauswahlverfahren ist in mehrere Phasen untergliedert:

  • Auswahl möglicher Standortregionen
  • Übertägige Erkundung
  • Untertägige Erkundung
  • Standortvorschlag und Standortentscheidung

Für jede dieser Phasen sind bestimmte Formen der Beteiligung vorgesehen. Zudem hat das Nationale Begleitgremium immer ein Auge auf das Standortauswahlverfahren. Das Nationale Begleitgremium setzt sich aus Wissenschaftler*innen, Studierende, interessierte Bürger*innen zusammen, welche die Vielfalt der Gesellschaft widerspiegeln. Ziel ist es, die Endlagersuche für hoch radioaktive Abfälle vermittelnd zu begleiten – unabhängig, transparent und bürgernah.

Bis 2031 soll ein passender Standort gefunden sein. Der Bundestag legt diesen nach einer weiteren Einbindung der Öffentlichkeit und einer möglichen gerichtlichen Überprüfung fest. Ab 2050 könnten dann erste der insgesamt 1.900 Behälter mit hochradioaktiven Stoffen eingelagert werden. Das Endlager soll eine Million Jahre lang halten.

Ansprechpartner: Klemens Lühr

Videos und weiterführende Links:

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden


YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden


YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden


YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden


YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden



–> hier gelangen Sie zur Online-Konsultationsplattform

–> hier geht es zur Informationsplattform des BASE

–> hier finden Sie die Dokumentation der Auftaktveranstaltung