Projekt Beschreibung

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Beratung zum Naturschutzgroßprojekt „Senne“

Naturschutz und Naturerlebnis auf einem rund 1.800 Hektar großen Areal in der Nähe von Bielefeld darum geht es beim Naturschutzgroßprojekt Senne und Teutoburger Wald. Das wertvolle Naturerbe – darunter Buchen-, Eichen- und Kiefernwälder, Heideflächen, naturnahe Fließgewässer und Moorbereiche – soll geschützt und entwickelt werden.

Für die Umsetzung von geeigneten Maßnahmen fließen Fördermittel aus dem Bundesprogramm zur „Errichtung und Sicherung schutzwürdiger Teile von Natur und Landschaft mit gesamtstaatlich repräsentativer Bedeutung“. Voraussetzung für die Freigabe von mehreren Millionen Euro Finanzhilfen war 2008 ein fundierter Pflege- und Entwicklungsplan (kurz PEPL), den ein Landschaftsplanungsbüro erarbeitete.

Verzahnung Planung – Informationen – Dialog
IKU beriet den Projektträger „Zweckverband Naturpark Eggegebirge und südlicher Teutoburger Wald“ zwischen 2005 und 2007 bei der Projektkommunikation und gestaltete einen Dialogprozess. Die schrittweise Planung – von der Bestandsaufnahme über das Zielkonzept bis hin zu den Maßnahmen – wurde eng mit begleitenden Informations- und Dialogaktivitäten verzahnt. Kommunen, relevante Interessengruppen, rund 150 Grund­eigentümer/innen und Bürger/innen wurden in den Arbeitsprozess einbezogen.

Heterogene Ansprüche prägten die Ausgangssituation: es gab Arten- und Biotopschutzziele, kommunale Entwicklungsziele, Nutzungsinteressen der Eigentümer usw. Als das Projekt startete, sah man die Chancen, befürchtete allerdings auch nachteilige Konsequenzen. Zu Beginn machten Gerüchte über die Effekte eines möglichen Nationalparks die Runde, latente Konflikte mussten abgefedert werden.
Nach zwei Jahren war die Planung (Phase I) abgeschlossen. Ende 2006 lag ein PEPL vor, den die mitwirkenden Akteure – rund 30 Organisationen waren allein in der zentralen Arbeitsgruppe vertreten – mittrugen. Bei einzelnen Fragen (im Detail) waren abweichende Einschätzungen transparent. Ein Paket aus flankierenden Kommunikationsaktivitäten, z.B. Werkstätten, Veranstaltungen, Gespräche und schriftliche Medien, förderten den Informationstransfer und den Diskurs.

Fazit des Projektträgers:
Einer der damaligen Projektleiter, Volker Brand, resümierte 2007 den Nutzen des Dialogs wie folgt: „Die Bezirksregierung Detmold und wir als Projektträger waren uns einig, auf ein erfahrenes Büro zu setzen und das haben wir nicht bereut. Kommunikationsaktivitäten kosten Zeit, aber sie sind wichtig für ein tragfähiges Ergebnis. (…) Wir werden daher auch in Phase II Information und Dialog groß schreiben. Der Boden ist dafür gut bereitet!“

Weitere Informationen zum Naturschutzgroßprojekt, das noch bis 2017 läuft, gibt’s auf der Projekthomepage unter www.ngp-senne.de.

Ansprechpartnerin ist Petra Voßebürger

Fotos: Hagen Kluttig; Guido Sachse; Christian Venne