Bürgerrat Bildung und Lernen

Wie soll Bildung in Schule, Kita, Ausbildung, an Hochschulen und anderen Bildungseinrichtungen in Zukunft aussehen? Um hierfür Perspektiven und Ideen zu entwickeln, startete die Montag Stiftung Denkwerkstatt Ende 2020 das Projekt Bürgerrat Bildung und Lernen.

Um Ideen, Ansätze und mehrheitsfähige politische Lösungen aus Bürgersicht zu entwickeln, startete die Montag Stiftung Denkwerkstatt Ende 2020 das Projekt Bürgerrat Bildung und Lernen. Der Bürgerrat ermöglicht allen Menschen, auch Kindern und Jugendlichen, gesellschaftliche Teilhabe bei diesem Thema.

Der Bürgerrat Bildung und Lernen arbeitet seit 2021 mit bislang rund 700 zufällig ausgewählten Bürger/innen aus ganz Deutschland. Zwei digitale, bundesweite Bürgerforen (inkl. Jugendforum) mit zusammen fast 600 Bürger/innen sammelten und bewerteten Bürgervorschläge zur Bildungs-politik (in ca. 100 Kleingruppen und 20 Themenforen).

Die Besonderheit: Kinder und Jugendliche im Alter von 10 – 15 Jahren waren von Anfang an dabei. Zunächst tagten 120 Kinder und Jugendliche in eigenen Schulwerkstätten an 32 Schulen und Lernorten im ganzen Land. Ihre Kinder – und Jugendbotschafter*innen haben aus den gesammelten Forderungen in eigenen Workshops „Hört uns zu – unsere Vorschläge für bessere Schulen“ erstellt. Und die Kinder und Jugendlichen diskutierten auf Augenhöhe in den großen Präsenttagungen mit den Bürgerräten.

5 Präsenztagungen mit je 100 Bürgerräten in Berlin (2021 + 2022), Montabaur (2023), Köln und Leipzig (beide 2024) haben ein „Sofortprogramm“ für Bildungspolitik (2021), „K/eine Chance – Vorschläge für gerechte Bildung“ (2023) und „Chancengerechtigkeit: wieviel Freiheit braucht das Lernen?“ (2025) erarbeitet und abgestimmt.

Eine Kooperationsbörse (mit 20 Bürgerräten und 40 Vertretern aus Bildungsverbänden) brachte Anfang November 2023 „Allianzen für mehr Bildungsgerechtigkeit“ auf den Weg.

Im März 2025 fasste ein Mini-Bürgerrat in mehreren Redaktionssitzungen alle Empfehlungen zu kurzen und pointierten Zielbildern zusammen.

Drei Videos verdeutlichen die wesentlichen Empfehlungen des Themas Chancengerechtigkeit:

Bessere KITAs
für alle

Bessere Schulen
für alle

Bessere Berufliche Bildung
für alle

Ende 2025 fand die große Bürgerrat-Konferenz „Bildung bitte!“ in Berlin statt. 130 Bürgerräte sowie Kinder und Jugendliche debattierten mit 80 Vertretern aus Politik, Wirtschaft, Bildung und Zivilgesellschafft über ihre Empfehlungen. Zuvor führte IKU einen umfassenden Feedbackprozess mit Verbändeumfrage, Feedback-Forum, Einzelgesprächen und Stellungnahmen von organisierten Interessen aus Wirtschaft, Gewerkschaften, Zivilgesellschaft und Bildung durch. Quintessenz: es gibt breite Unterstützung für die Empfehlungen des Bürgerrats.

Alles aus einer Hand: IKU_Die Dialoggestalter war zuständig für die Beratung, Konzeption, Projektsteuerung, Zufallsauswahlen, Moderation, Durchführung, Dokumentation und Auswertung sowie das Event- und Teilnehmermanagements des Bürgerrats. Dazu zählten sieben Vorbereitungs- und Redaktionsworkshops mit Bürgerbotschafter/innen.

Drei Zufallsauswahlen der Markt- und Sozialforscher von drei.fakt (Erfurt) haben deutschlandweit 1.100 Menschen als Interessenten gewonnen, rund 650 davon haben aktiv im Bürgerrat mitgewirkt. Der Einsatz von CATI-Stichproben nach dem sozialwissenschaftlichen Standard der Gabler-Häder-Methode (Mobil- und Festnetz) sorgte für die Flächenabdeckung. Gezielte Registerstichproben aus mittelgroßen Städten für einen maßgerechten Anteil der jüngeren Generation. Neue, innovative Ansätze (Nutzung Online-Panels, bundesweite Stichprobe mit KMU – kleinen und mittleren Unternehmen) erhöhten den Anteil von Menschen ohne Abitur.

Weitere Informationen zum Bürgerrat Bildung und Lernen gibt es hier.

Ansprechpartner*innen: Andreas Kleinsteuber und Julia Barth

April 2026